unkompliziert, fluffig &
voll gesunder Nährstoffe

Teig kneten

1 St. gehen lassen

35-40 Min. in den Ofen

180-200°C Umluft

Zutaten

  • 500 g Mehl eurer Wahl
  • 300 g Kürbis- wahlweise auch zum Teil ersetzt durch Kartoffeln
  • 1 Päckchen Trockenhefe oder ½ Würfel Frischhefe
  • 50 ml Pflanzenmilch oder Kuhmilch
  • 50 ml Alsan/ Butter oder Pflanzenöl
  • 1 TL Zucker oder Agavendicksaft/ Honig
  • 2 TL Salz
  • 2 TL Gewürze nach Wahl (wir nehmen Kräuter der Provence, Paprika und Currypulver)
  • Optional: Handvoll Kürbiskerne/ Sonnenblumenkerne

Gesundheit

Es gibt knapp 1000 unterschiedliche Kürbisarten, die ursprünglich in tropischen Gebieten heimisch waren und erst nach und nach in unsere Breitengrade eingezogen sind, hier aber mittlerweile geliebt und nicht mehr wegzudenken sind (das gleiche gilt übrigens auch für die Verwandten der Kürbis-Familie: Die Gurken und Melonen.

Am liebsten wird der Hokkaido-Kürbis verwendet. Er muss nicht geschält werden, da auch in der Schale sehr wichtige gesunde Nährstoffe enthalten sind. Hokkaido-Kürbisse sind durch den hohen Kaliumgehalt gut für unsere Blase und die Nieren, enthalten viel Vitamin A, was unsere Sehkraft stärkt und schützt uns mit Antioxidantien vor zellschädigenden Stoffen. Die B-Vitamine sind gut für unsere Nerven und regen den Stoffwechsel an.
Hokkaidos haben eine super CO2-Bilanz. Wir bekommen ihn ganz regional und können ihn guten Gewissens essen und vielfältig verarbeiten: Ob in Quiches, Tartes, Suppen, als Ofengemüse, Kuchen oder als Nudelgericht- er schmeckt vollmundig, immer anders und meistens umwerfend lecker.

Kurze Überwindung – nachhaltig Freude

Kürbiszeit!!! Unsere orange-roten oder grünen Freunde lassen sich kaum noch wegzudenken aus dem herbstlichen Speiseplan…
Habt ihr schonmal versucht, aus dem Kürbisfleisch ein fluffiges Brot zu backen? Das geht ganz einfach und ihr könnt es beliebig variieren: Einfach Sonnenblumenkerne oder Kürbiskerne mit in den Teig einkneten, die Gewürze variieren oder den Kürbis teilweise durch Kartoffeln ersetzen. Wir haben es schon in unglaublich vielen Variationen ausprobiert und glaubt uns: Der Kürbis macht das Brot zum Feinschmecker-Gebäck. Bei uns ist es immer blitzschnell verputzt.

Ps: Die Kürbiskerne nicht wegschmeißen! Ganz einfach & unkompliziert könnt ihr sie mit Rosmarin & Salz rösten und als Snack verputzen.

Fangen wir an:

Fürs Püree:

Den Kürbis (wahlweise auch zum Teil ersetzt durch Kartoffeln) halbieren, entkernen und in kleine Stücke schneiden. (Falls ihr Kartoffeln verwendet: Einfach schälen und ebenfalls in kleine Stücke schneiden. In einen Topf geben und mit 50 ml Wasser bei geschlossenem Deckel zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen bis das Gemüse weich wird. Anschließend das Wasser abgießen und das Gemüse mit einem Stabmixer pürieren. Das Püree nun etwas auskühlen lassen.

So geht´s weiter:

Die (Pflanzen-)milch mit Alsan/ der Butter und dem Zucker (oder Agavendicksaft/ Honig) in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen lassen und kurz abkühlen lassen. Wenn die Milch nur noch lauwarm ist, die Hefe darin auflösen. Achtung: Sollte die Flüssigkeit zu heiß sein, zerstört das die Hefe-Bakterien und das Brot geht später nicht mehr auf.

Ps: Kürbiskerne nicht wegschmeißen! Wie ihr sie zu einem leckeren Snack verarbeiten könnt, erfahrt ihr hier.

Nun in einer großen Schüssel das Mehl mit dem Salz, den Gewürzen und wahlweise auch Kernen vermischen und anschließend mit dem Püree und der Hefe-Mischung mit den Händen oder einem Knethaken zu einem Teig verarbeiten.
Sollte euch der Teig vieeel zu flüssig erscheinen, fügt einfach noch etwas Mehl hinzu- allerdings ist es ein eher „matschiger“ Teig, der das Brot anschließend schön fluffig sein lässt.

Eine Kastenform mit Backpapier auslegen, den Teig hineinfüllen und anschließend wahlweise mit Kürbiskernen bestreuen.

Gehen lassen & Backen

Nun muss das Brot ruhen: Einfach an einem warmen Ort (zum Beispiel auf der Fensterbank oder am Kaminofen) für etwa 1 Stunde gehen lassen. Wenn das Brot euch genug „gewachsen“ ist, im Backofen bei 200 °C etwa 40 Minuten goldbraun backen, aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.

Tipp: Das Brot schmeckt wunderbar mit Butter und frischer Marmelade oder auch herzhaft mit unserem leckeren Kürbis-Senf-Aufstrich – klingt ungewöhnlich?! Probiert´s mal aus!

Nützliches und Wissenswertes

Von Mehltypen bis zu Abwaschtipps

Mehlsorten gibt´s fast wie Sand am Meer… naja- nicht ganz, aber neben den bekannteren Sorten Weizen, Dinkel und Roggen gibt´s eben noch eine Vielzahl mehr: Hafer, Buchweizen, Emmer, Kamut, …. Die Liste ist lang. Doch was bedeuten eigentlich die unterschiedlichen Mehltypen? Generell könnt ihr euch merken: Je höher die Zahl (z.B. Weizenmehl Typ 1050), desto höher auch der Mineralstoffgehalt (hier dann 1050 mg pro 100 g Mehl).  Die Zahl gibt also NICHT den Mahlgrad des Mehls, sondern den Mineralstoffgehalt an! Mehle mit höheren Zahlen liefern logischerweise auch viel mehr Vitalstoffe- denn sie sind meist aus dem ganzen Korn gemahlen, währen bei niedrigeren Mehltypen nur das innere des Korns verwendet wird.
Beim Backen sind die höheren Zahlen allerdings auch etwas “träger”, gehen also mit Hefe nicht ganz so leicht auf. Wir mischen daher gern unsere Mehlsorten- das bleibt aber jeder/m selbst überlassen!

Ein kleiner Tipp noch für den Abwasch: Das im Teig enthaltene Gluten lässt sich am leichtesten mit KALTEM Wasser lösen! Klar, Fett ist warmwasserlöslich, aber Gluten eben nicht und da wir hier kein Fett und dafür viel Gluten haben, macht Kaltwasser Sinn.