gesunde Bacon-Alternative:
Endlich geht´s auch ohne Speck

#planetaryhealthdiet

Zutaten

  • 2 große Möhren
  • 1 TL Ahornsirup oder Agavendicksaft
  • 1 EL Sojasoße
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver (alternativ: Liquid Smoke)
  • 2 EL Olivenöl
  • Etwas schwarzes Pfeffer

Optional:

  • 1 TL Liquid Smoke (geht auch ohne)
  • Knoblauch- & Zwiebelpulver
  • 2 EL Hefeflocken

Gesundheit

Möhren – wegen ihres süßlichen Geschmacks sind sie nicht nur bei Babys ziemlich beliebt: Sie können direkt aus der Hand geknabbert oder ganz fix zu Saft, Gemüsegerichten, zu Salat und sogar zum beliebten „Carrot-Cake“ verarbeitet werden.
Möhren, auch Karotten genannt, sind (es liegt nicht fern) Spitzenreiter der Carotinoid-Lieferanten und sind super gesund für unsere Augen und unser Herz. Es gibt sie aber nicht nur in Orange- auch weiße, lila und fast schwarze Möhren gehören ebenso zur Familie dieses Wurzelgemüses.

Möhren fördern durch das enthaltene Pektin unsere Verdauung und machen uns lange Satt. Sie schmecken zwar süßlich, haben aber kaum Kalorien und Zucker und sind magenschonend.

Wusstet ihr, dass das in Möhren enthaltene Beta-Carotin fettlöslich ist und am Besten vom Körper verarbeitet werden kann, wenn Möhren mit etwas Fett zubereitet werden? Ein kleiner Tropfen Öl oder Butter genügen da aber schon 😊

Spannend ist auch, dass Möhren gegart noch gesünder sind als roh, da erst in gegartem Zustand das beta-Carotin für unseren Körper verfügbar gemacht wird. Ganz wichtig ist, dass Möhren aus konventionellem (nicht biologischem) Anbau überdurchschnittlich häufig mit Pestiziden (Rückstände von Pflanzenschutzmitteln) belastet sind. Greift also am besten immer nur auf Bio-Qualität zurück und wascht das Wurzelgemüse gut.

Wusstet ihr, dass ihr aus Karotten Speck machen könnt?!

Die Planetary health diet empfiehlt einen sehr reduzierten Fleischverzehr, wenn möglich sogar vegetarisch oder vegan, um die Gesundheit der Erde und aller Lebewesen zu schützen. Fleischkonsum schadet nämlich nicht nur unserer Gesundheit (ruft z.B. vermehrt Depressionen, Schlafstörungen, Bluthochdruck, Übergewicht usw. hervor), sondern auch dem Klima. Rund 60 kg Fleisch werden in Deutschland pro Kopf pro Jahr verbraucht. Und Fleischkonsum und Klimaschutz lassen sich einfach nicht vereinen, denn die Tierhaltung-  inklusive der für sie angebauten Futtermittel-  ist der größte Verursacher von Treibhausgasen.

Auch wir legen wert auf eine gesunde nachhaltige Ernährungsform und wollen euch möglichst viele vegane Alternativen zu Fleisch vorschlagen. Eine davon ist dieses vegane Bacon-Rezept aus Möhrenstreifen. Klingt seltsam?! Probiert´s mal aus!
Ihr braucht hierfür zwar ein paar Zusatz-Gewürze, aber für diese knusprigen Möhrenstreifen lohnt es sich. Und falls ihr doch ein-zwei Gewürze weniger im Schrank habt: Werdet kreativ! Auch mit weniger Gewürzen oder mit Alternativen (z.B. „normales“ statt geräuchertes Paprikapulver) schmecken sie lecker. Das „Bacon“-Aroma bekommen sie allerdings durch die geräucherte Paprika und/oder „Liquid smoke“.

So geht´s:

Die Möhren mit einer Gemüsebürste gut waschen, die Enden abschneiden und mit einem Gemüsehobel, einer Brotschneidemaschine oder vorsichtig mit dem Messer längst in feine Streifen schneiden. Je dünner, desto crunchiger werden sie.

Aus den restlichen Zutaten eine Marinade zubereiten. Die Möhrenstreifen darin wälzen und kurz darin ziehen lassen, bevor sie auf ein mit Backpapier belegtes Blech gelegt werden. Wahlweise mit Hefeflocken bestreuen und anschließend im Ofen bei 200 °C circa 15 Minuten backen. Je nach dicke eurer Streifen geht das mal schneller und mal langsamer.

Fertig 😊

Diese vegane Speck-Alternative, die übrigens um Welten gesünder ist als Speck, macht sich wunderbar als Beilage zum Frühstück, als Sandwich-Belag oder passt auch gut zu unserem Rosenkohl-Semmelbrösel-Auflauf.

Ps: Wir haben dieses Bacon-Rezept auch mit Pastinaken ausprobiert: Funktioniert auch!
Alternativ könnt ihr aber auch Reispapier verwenden: Dieses einfach mit einem Messer vorsichtig in die Größe eurer Wahl schneiden, jeweils zwei Reispapierstückchen aufeinanderlegen und kurz durch eine Schüssel mit kaltem Wasser ziehen. Anschließend können sie wie oben beschrieben mariniert und weiterverwendet werden.